Führung beim Deutschen Wetterdienst

Wir stehen in einer Winterlandschaft. Schon seit Stunden schneit es wieder im Norden Deutschlands; zum ersten Mal in diesem Jahr. Wäre da nur nicht das Brummen der Triebwerke, die dieses winterliche Idyll stört. Ach ja und der allseits bekannte Geruch von Kerosin hängt in der Luft.Wir stehen mit elf Mitgliedern der EUROAVIA Ortsgruppe Bremen am westlichen Ende der Landebahn um einen weißen Zylinder, in der Größe eines Mülleimers.

Ein Ceilometer, wie wir vom Direktor des Deutschen Wetterdienstes der Zweigstelle Bremen, Herrn Kelbert, aufgeklärt werden. Es dient zur Messung der Wolkenhöhe, deren Kenntnis besonders für landende Maschinen wichtig ist. Ein paar Fahrminuten weiter erreichen wir einen in roten und weißen Streifen gestrichenen Bungalow. Hier ist der Arbeitsplatz des diensthabenden Meteorologen, der von seiner Warte aus das gesamte Flughafengelände im Blickfeld hat.

Von den Messgeräten zur Registrierung der Sonneneinstrahlung geht es weiter zum meteorologischen Messfeld. Hier stehen diverse Apparaturen. Vom Feuchtesensor, über diverse Temperatursensoren und Regenmessgeräten bis hin zu einem Aufbau zur Messung des radioaktiven Eintrags. So ziemlich alles ist hier automatisiert. Wieder zurück im warmen Bungalow zeigt uns Herr Kelbert die Zentrale: Ein 68k-Rechner, in dem alle Messdaten zusammenlaufen und weitergereicht werden.

Wieder zurück am Terminal lernen wir noch die Räumlichkeiten der DWD-Zweigstelle Bremen kennen, die im Gebäude der Flugsicherung untergebracht ist. Außerdem informiert Herr Kelbert uns noch über die Geschichte der Wetterberichterstellung (von der besseren Bauernregel bis zu großrechnergestützten Modellrechnungen) und die Struktur des Deutschen Wetterdienstes. 

Als Teil eines deutschlandweiten Messnetzes trägt der Standort Bremen-Airport dazu bei, dass Wettermodelle mit Anfangswerten gefüttert werden können.  Auf Basis dieser Modell gibt der Deutsche Wetterdienst Wetterprognosen heraus. Und nicht zuletzt ist die Arbeit der Meteorologen für den sicheren Betrieb des Bremer Flughafens notwendig.

 
Montag, Januar 14, 2013